Meine Serien.
Jede hat ihre eigene Stimmung.

 

Einige Arbeiten entstehen in Serien. Jede mit ihrer eigenen Haltung, ihrem eigenen Material, ihrer eigenen Zeit. Was sie alle verbindet: die Suche nach Patina, nach Struktur — nach dem, was übrig bleibt wenn man Schicht für Schicht abträgt.

Ich arbeite nicht wie eine Malerin im klassischen Sinne. Eher wie die Zeit: hinzufügen, reduzieren, fixieren und von vorne beginnen.

Manchmal wasche ich eine Leinwand, bis nur noch eine zarte Tönung bleibt. Wie eine natürliche Verwitterung, wie man sie in alten Wänden, ehemaligen Altbauwohnungen oder Industriebauten findet.

Manchmal arbeite ich Monate an einem einzigen Bild.

Die Inspiration dafür begegnet mir überall, wenn ich mit Achtsamkeit durch den Alltag gehe: im Wald auf Flechten und Steinen, auf verwittertem Metall und Gemäuer. Diese Poesie der Patina, die entsteht wenn Zeit auf Material trifft, lässt mich nicht los.

Meine Materialien sind so vielfältig wie die Oberflächen die mich inspirieren: selbst hergestellte Pasten aus Gesteinsmehl, Pastellkreiden, Strandsand, Kaffee, Pigmente. Nur mit Acrylfarbe auf Leinwand zu malen — das kam für mich nie in Frage.

Jede Serie ist ein abgeschlossener Moment. Und gleichzeitig ein Anfang. Der Moment wenn ich ein Bild mit Abstand betrachte und denke: Ja, genau so. Das ist es, wofür ich male.